Geschäftserfolg mitten in der explosionsartigen Ausbreitung von Apps

Gepostet am 26/03/2020 by jschaub

Jean-Pierre Brulard, SVP und GM, VMware EMEA
Wir erleben derzeit eine wahre Explosion von Apps. Vor zehn Jahren waren weltweit 52 Millionen Apps verfügbar. Heute sind es 335 Millionen – und bis Ende 2024 sollen es sogar fast 750 Millionen sein. Unser Alltag wird zunehmend von digitaler Technologie geprägt: Morgens weckt uns das Smartphone, das Fitnessarmband zeichnet den morgendlichen Lauf auf, der Kaffee wird digital bestellt, wir nutzen Chats mit Kollegen und sehen uns Performance-Daten der Abteilung oder des gesamten Unternehmens an. All diese Aktivitäten werden durch Apps unterstützt, verwaltet, mit Informationen versorgt und optimiert.

Das eröffnet Unternehmen große Chancen, stellt sie jedoch auch vor einige Herausforderungen.

Sind Unternehmen wirklich auf diese app-gesteuerte Welt vorbereitet? Und wenn nicht: Woran liegt es? Ist dieser Trend angesichts der Zunahme von Multi-Cloud-Umgebungen hilfreich oder schädlich für Unternehmen, die Apps entwickeln, verwalten und ausführen möchten, die von ihren Kunden und Mitarbeitern begeistert aufgenommen werden?

Die kurze Antwort lautet, dass alle vorbereitet sein müssen. In unserer immer stärker hypervernetzten digitalen Welt werden Unternehmen daran gemessen, wie schnell sie Apps bereitstellen können, die sich von der Masse abheben und die Anwendererfahrung verbessern. Dazu müssen neue Technologien integriert werden, die für eine personalisierte und immersive Erfahrung sorgen und Kundenbindung neu definieren und dominieren: vom Internet der Dinge über künstliche Intelligenz bis hin zu Virtual und Augmented Reality. Darüber hinaus benötigen alle Anwender – ob Mitarbeiter oder Kunden – Zugang in Echtzeit zu den Informationen, die sie für fundierte Entscheidungen benötigen.

Besonders relevant ist das angesichts der Tatsache, dass die Kundenerfahrung bis 2020 die Faktoren Preis und Produkt als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal von Marken ablösen wird. Interessant für Unternehmen, die sich derzeit in einer digitalen Transformation befinden, ist auch diese Prognose von Gartner: 2020 sollen 85 % der Beziehung zwischen Kunde und Unternehmen ohne menschliche Interaktion auskommen. Dieser Entwicklung kann sich niemand verweigern, sie verspricht aber auch den Blick in eine aufregende Zukunft.

Sehen wir uns beispielsweise an, wie Barclaycard in Großbritannien vorgeht: Mit der Lösung Grab+Go wird das Smartphone der Kunden zum Geldbeutel. Kunden können beim Einkaufen Artikel in der App scannen und dann über mobile Kassen dafür bezahlen, ohne sich anstellen zu müssen. Ein anderes Beispiel ist die VR-Erfahrung von Audi. Kunden können an der VR-Station ihr eigenes Fahrzeug konfigurieren und ein dynamisches, interaktives Kauferlebnis genießen, denn statt einem digitalen Tablet wird eine deutlich immersivere Erfahrung angeboten.

Und dann wäre da noch die Post in Frankreich, die ihre Organisation dank der App-Explosion umfassend transformieren konnte. Indem Postangestellte mit bis zu 20 Apps auf ihren Mobilgeräten ausgestattet wurden, ist das Unternehmen heute in der Lage, neue und innovative Services anzubieten, darunter Banking, Versicherungen oder Besuche bei älteren Angehörigen, um nach dem Rechten zu sehen – und das alles direkt vor Ort. So konnte die Post die Kundenerfahrung optimieren und neue Umsatzquellen generieren.

Warum ist das wichtig?

All diese Beispiele zeigen, wie Apps verwendet werden können, um das Kundenerlebnis zu verbessern. Das kann allerdings sehr schnell sehr kompliziert werden. Muss aber nicht.

Probleme bereiten in erster Linie Komplexität, Sicherheit und Skalierbarkeit, die mit der Zunahme der Informationen, die zwischen verschiedenen Clouds übertragen werden, und der schier unendlichen Zahl an Geräten und Sensoren einhergehen. So verwaltet ein durchschnittliches Unternehmen heute über acht verschiedene Clouds. Und angesichts der riesigen Vielfalt traditioneller, cloudnativer und SaaS-Apps und -Services sind Entwicklung und Management von Apps komplexer als je zuvor.

Und es wird in Zukunft keinesfalls leichter. Gartner geht davon aus, dass Unternehmen für jeden Dollar, den sie bis Ende 2020 in die digitale Innovation investieren, mindestens das Dreifache für die Pflege ihres alten App-Portfolios ausgeben müssen.

Geschwindigkeit ist heutzutage entscheidend: Eine Entwicklungszeit von fünf oder sechs Monaten pro App ist nicht mehr akzeptabel. Deshalb setzen Unternehmen auf Software, die sich möglichst schnell entwickeln und einsetzen lässt, mit der sie sich an immer neue Marktanforderungen anpassen können und die nicht zuletzt in einer Infrastruktur ausgeführt wird, die diese schnellen Veränderungen bewältigt, sich bei Bedarf skalieren lässt und neue Arten von Workloads verarbeiten kann.

Gleichzeitig muss jedoch auch die Sicherheit gewährleistet werden, was ebenfalls immer komplexer wird. Eine kürzlich veröffentlichte Studie von VMware/Forbes zeigt, dass 76 % der Unternehmensführer und IT-Sicherheitsexperten der Ansicht sind, dass die Sicherheitslösungen, die in ihrer Organisation zum Einsatz kommen, veraltet sind. Unternehmen nutzen beim Thema Sicherheit Dutzende oder sogar Hunderte verschiedene Produkte und Ansätze und versuchen verzweifelt, das klassische Abschottungsmodell auf Apps, Daten und Services anzuwenden, die hierfür einfach nicht starr genug sind.

Einfachheit als Fundament für Erfolg

Um die App-Entwicklung zu beschleunigen, müssen wir den Betrieb vereinfachen. Die Lösung hierfür liegt in der Software. Wir müssen eine zentrale und ubiquitäre digitale Grundlage schaffen, auf der Unternehmen bestehende Apps modernisieren, neue Apps entwickeln, ausführen und verwalten sowie all diese Apps vernetzen und optimal schützen können – und zwar schnell und über alle Clouds hinweg. Durch eine konsistente Infrastruktur, einen einheitlichen Betrieb und umfassende Sicherheit gewährleistet die digitale Grundlage, dass Unternehmen herausragende Mitarbeiter- und Kundenerfahrungen entwickeln und bereitstellen und dabei ihre IT-Investitionen optimieren können.

Unternehmen können Infrastruktur, Management und Betrieb vereinheitlichen und Sicherheit tief im Kern ihrer Lösungen verankern. Entwickler können über sämtliche Infrastrukturen hinweg schneller arbeiten: in Public, Private oder Edge Clouds. Darüber hinaus unterstützt diese Grundlage Entwicklung und Betrieb in der Cloud sowie containerbasierte Apps. Laut einer Prognose von Gartner werden bis 2022 über 75 % der globalen Unternehmen containerisierte Apps verwenden – ein deutlicher Anstieg gegenüber den aktuellen 30 %.
Die schnellere Bereitstellung von Apps an Kunden bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile: von der Erweiterung des Kundenstamms über höhere ROIs, optimierte Lead-Konversionen und mehr Kundenzufriedenheit bzw. -treue bis hin zur Einstellung und Bindung neuer Mitarbeiter. Forrester meldet, dass das Umsatzwachstum bei Unternehmen mit vorbildlicher Kundenerfahrung 5,1 Mal höher ist als bei Unternehmen, die diesbezüglich nicht mithalten können.

Für die französische Post hat es sich gelohnt. Durch die Digitalisierung des Arbeitsplatzes konnte das Unternehmen Bereitstellung und Management seiner Apps vereinfachen und bietet Mitarbeitern heute unabhängig von ihren IT-Kenntnissen einen einfachen und sicheren Zugang. Mit den umfassenden digitalen Möglichkeiten können Mitarbeiter vielfältige Services anbieten und sicherstellen, dass „La Poste“ für Millionen Kunden in ganz Frankreich nützlich, rentabel und relevant bleibt.

Der nächste Schritt

In Bankwesen, Logistik, Kfz-Branche, Einzelhandel oder jeder anderen Branche hängt Erfolg heutzutage von modernen Apps ab. Vielleicht liegt Ihr Fokus auf der Interaktion mit Kunden. Vielleicht wollen Sie auch Mitarbeitern neue Möglichkeiten bieten. In jedem Fall wird die Erfahrung Ihrer Anwender von den Apps beeinflusst, die Sie bereitstellen.

Daher müssen Sie innovativ sein und benötigen eine digitale Grundlage auf Basis von Software, auf der Entwickler Apps einfach, sicher und schnell entwickeln, verwalten und ausführen können – und das über jede Cloud hinweg.

Unternehmen müssen ihren Schwerpunkt auf Apps richten und ihre Planung entsprechend anpassen. Schaffen sie das nicht, verlieren sie nicht nur Kunden, sondern unter Umständen auch wichtige Mitarbeiter. Sind sie jedoch erfolgreich, können sie ihren Kundenstamm erweitern, die Attraktivität ihres Unternehmens für neue Mitarbeiter steigern und sich optimal auf ein erfolgreiches digitales Zeitalter vorbereiten.

Sie möchten bei VMware immer up to date sein? Dann folgen Sie VMware auf Twitter, XING, LinkedIn & Youtube


Kategorie: Neuigkeiten & Highlights

Schlagwörter: , ,

Ähnliche Artikel

Gepostet am 21/06/2019 von jschaub

Warum sollten sich CIOs 2019 unbedingt mit Kubernetes beschäftigen?

In der Geschäftswelt ist Geschwindigkeit Trumpf – neue Ideen, Produkte und Strategien erfordern flexible sowie frische Ansätze.
Heutzutage geht es in erster Linie darum, Anwendern so schnell wie möglich Anwendungen und Daten bereitzustellen. Anwendungen sind für die Arbeitsmethode, Wettbewerbsfähigkeit und Weiterentwicklung moderner Unternehmen von zentraler Bedeutung. Wie also können zukunftsorientierte Unternehmen Schritt halten? Die Antwort liegt in einer Technologie, die sich schnell im allgemeinen Business-Sprachgebrauch etabliert – Kubernetes.

Gepostet am 27/05/2019 von jschaub

Per Chat zur Wunschfinanzierung

Banken sehen sich einem zunehmenden Wettbewerb ausgesetzt. Nicht nur Fintechs greifen die etablierten Finanzinstitute mit disruptiven Lösungen an, auch Marktplatzbetreiber und Handelsketten versuchen, Kunden mit attraktiven Krediten zu locken. Das Beispiel eines sicheren Chats für die schnelle Kreditbeantragung zeigt, wie traditionelle Banken diesem Trend begegnen und die Kundenbeziehung zurückerobern können.

Gepostet am 28/11/2018 von jschaub

Wie Deutsche, Briten und Japaner zu künstlicher Intelligenz und Automatisierung stehen

Von autonomen Fahren über KI in der Medizin bis hin zu Bots in Handel und Finanzberatung: Eine aktuelle Umfrage von VMware verrät, wie man in Deutschland, Großbritannien und Japan über künstliche Intelligenz und Automatisierung denkt – und was Unternehmen bei der Einführung von Services daraus lernen können.

Kommentare

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

This site uses cookies to improve the user experience. By using this site you agree to the privacy policy