Projekt Dimension: Die VMware-Cloud-Technologien am Edge Computing

Gepostet am 23/10/2018
HAFTUNGSAUSSCHLUSS: Dieser Artikel ist älter als ein Jahr und möglicherweise nicht mit den neuesten Ereignissen oder neu verfügbaren Informationen auf dem neuesten Stand.

Beitrag von Matthias Schorer, Lead Business Development Manager, IoT, EMEA bei VMware über Edge Computing

Das Projekt Dimension, von dem wir bei VMware uns viel versprechen, kombiniert die Einfachheit, die die VMware Cloud on AWS bietet, mit der Funktionsvielfalt und Flexibilität, die wir ins Edge Computing übertragen wollen. „Projekt Dimension macht den kompletten VMware Cloud Foundation Stack für Edge-, On-Premise-Systeme und die Cloud verfügbar“, hat unser CEO Pat Gelsinger während der Keynote anlässlich der VMworld den Kernnutzen zusammengefasst. Dabei wollen wir die für die Cloud entwickelten Funktionalitäten auch On Premise und im Edge Datacenter bereitstellen. Hierbei kümmert sich VMware um den Betrieb und nimmt dem Thema Edge Computing bzw. dessen Management den Schrecken!

VMware Edge Computing sorgt für effiziente Datenverarbeitung

Edge Computing ist eine wichtige Zukunftstechnologie, die wir in den nächsten Jahren in vielen Umfeldern sehen werden, insbesondere im IoT-Bereich. Hierunter versteht man im Gegensatz zum Cloud Computing die dezentrale Datenverarbeitung am Rand des Netzwerkes. Dabei geht es darum, Datenströme ressourcenschonend zumindest teilweise an Ort und Stelle in der Nähe der Endgeräte, also am Edge, verarbeiten zu lassen und nur einen Teil der Daten in die Cloud zu transferieren.

Edge-Computing unterliegt einer Art Baumstruktur: Unterhalb des Data Centers, also der Public oder Private Cloud, steht zunächst die Compute-Edge-Ebene, darunter die Device-Edge-Ebene mit den zahlreichen Gateways, Sensoren und Aktuatoren. Das können also einzelne Sensoren und Geräte sein, aber auch ganze Automobile, Turbinen – die ja auch wieder hunderte oder gar tausende Sensoren haben – oder gar ganze Fabriken.  Je näher man zum jeweiligen Device kommt, umso näher ist man an einer Verarbeitung in Echtzeit interessiert, kann also beispielsweise ohne Latenzzeit innerhalb von Millisekunden auf Veränderungen reagieren, etwa wenn ein Temperatursensor anzeigt, dass die Maschine zu heiß wird, diese stoppen oder zusätzlich kühlen. Das muss natürlich auch ohne Internetverbindung funktionieren und deshalb benötigt man die Rechenleistung im Gateway.

Doch ein Gateway kann keine komplexe Aufgaben wie Artificial Intelligence oder Big Data Analytics durchführen, weil die Prozessorleistung das weder hergibt, noch weiß das Gateway, welche Daten andere Gateways gerade verarbeiten. Eine (Wind-) Turbine beispielsweise kennt nur die eigenen Daten, nicht aber die anderer Turbinen, die für Entscheidungen in größerem Rahmen erforderlich wären. Hier kommt die Compute-Edge-Ebene ins Spiel, die Daten von vielen Gateways zusammenführt. Von hier aus lassen sich die gewonnenen Daten schließlich weiter ins Rechenzentrum übertragen, um noch weiterführende Rechenoperationen auszuführen.

Projekt Dimension sorgt für perfekt abgestimmte Infrastruktur

Während das Management von IT-Resourcen im Rechenzentrum heute kein Problem mehr darstellt,  ist das auf den darunter liegenden Ebenen bis heute nicht so einfach möglich. Hier setzt das VMware-Projekt Dimension an, indem es für die Cloud entwickelte Features von VMware auch auf Edge-Compute-Systemen verfügbar macht. VMware erweitert so seine SDDC-Infrastruktur (SDDC steht für Software-Defined Datacenter) auch auf Edge-Standorte und kümmert sich zudem um die Verwaltung der Infrastruktur, um das Beheben möglicher Systemfehler und um das Roll-out von Patches und Updates. Hierzu greift das System selbständig auf passende managed Services von VMware zurück.

Wir arbeiten hier mit Dell EMC und Lenovo als Hardwarepartner zusammen, die den Firmen, die eine solche Lösung anstreben, die optimal passende hyperconvergente Hardware bereitstellen. So können wir den Kunden, die eine solche Edge-Umgebung betreiben, eine perfekt abgestimmte schlüsselfertige Lösung mit übersichtlichem Monitoring auf der Softwareseite anbieten. Das ist neu für uns, weil wir bislang für Kunden noch keine Umgebungen betrieben haben. Der Kunde kann dadurch die komplexe Infrastruktur möglichst einfach nutzen.

Bislang handelt es sich allerdings noch um ein Projekt, das unter Laborbedingungen entwickelt wird. Und auch wenn noch niemand sagen kann, wie einmal das fertige Produkt aussehen wird, ist die Technik dahinter spannend und passt ideal in ein IoT-Umfeld, in dem teilweise tausende von Devices miteinander interagieren und zuverlässig im Rahmen einer komplexen IT-Umgebung funktionieren müssen.

Eine ausführliche Präsentation zum Projekt Dimension sehen Sie in der VMworld Keynote von VMware-CEO Pat Gelsinger (ab Minute 54:55)

 

Hier mehr zum Projekt Magna.

Ich freue mich auf die Diskussion spannender Ansätze mit Ihnen bei LinkedInXing und Twitter#VMprojects


Kategorie: Business, Nachrichten, SDDC

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